Barcamp Stuttgart 3

13 September 2010 von Heiko Kommentieren »

Am Samstag war ich auf dem Barcamp Stuttgart 3. Es war wieder eine super Veranstaltung (hier das SessionBoard) und hat sich durch und durch gelohnt.

Ich habe natürlich wieder über LessCode erzählt (zum dritten Mal diese Woche 🙂 ) und einiges an Feedback eingesammelt, hier kurz zusammengefasst:

  • Java ist nunmal der Platzhirsch und LessCode sollte sich diesem Umstand mehr anpassen. LessCode darf keinesfalls als „Java ist doof, Ruby ist super“-Schlacht rüberkommen. Das sollte es ja auch nie, aber durch meinen persönlichen Hintergrund (10 Jahre Java, danach 3 Jahre Ruby) fällt mir das eher schwer, solange zu LessCode keine Menschen mit anderem Hintergrund dazustoßen. Hatte interessante Diskussionen mit Andreas Madsack und Peter Hoffmann aus dem Django/Python-Lager; würde mich echt freuen, wenn sich das weiterentwickelt!
  • Klarer herausstellen, dass ca. die Hälfte der Best-Practices keine dynamischen Sprachen verlangen, sondern auch mit Java funktionieren.
  • Solange der Sprachanteil eine so große Rolle in LessCode spielt, ist das Gefahrpotenzial, für einen emotionalen Glaubenskrieg zu hoch. Das soll LessCode aber nun wirklich nicht sein. Denn LessCoding ist per se sprach- und plattformagnostisch (auch wenn dynamische Sprachen empfohlen werden – die GoF-Patterns funktionieren ja auch nicht nur in Java…)
  • Es sind nicht die „IT-Entscheider“, die letztlich über die technische Plattform entscheiden, sondern die Systemarchitekten. Keraussage: Den IT-Entscheidern ist die Plattform eigentlich egal,  Hauptsache die Kosten sinken, und es wird schnell und hochqualitativ geliefert – das klassische magischen Dreieck des Projektmanagaments eben. Und dies ist eine sehr positive Nachricht, denn so kann LessCode sich weiterhin auf technischem Niveau bewegen und muss gar nicht so sehr „managerkompatibel“ werden, wie ich das ursprünglich gedacht/befürchtet hatte.
  • Auf die Idee, dass  „Crossing the Chasm“ von Geoffrey Moore als Strategie für LessCode zu nehmen, kam ich bisher noch nicht. Ich kannte das Buch zwar vom Titel her, mir ist es inhaltlich grob klar und es steht auch seit Jahren auf meiner virtuellen „toread-List“, aber in einer wirklich intensiven Diskussion kam ich zum Schluss, dass ich mich mit diesem Thema doch mal kurzfristig intensiv auseinandersetzen sollte.
  • Es entstand eine Idee für einen „LessCode-O-Meter„, um für etwas mehr Interaktivität auf der Plattform zu sorgen: Man gibt Parameter über seine aktuelle Projektsituation ein und heraus kommt ein Ergebnis, wie sinnvoll es jetzt ist, LessCode mit einem Wechsel der Plattform zu adaptieren.
  • Aygul hat sich bereit erklärt, mich etwas beim Artwork zu unterstützen, freue mich darauf, denn bisher ist alles was es auf lesscode.de zu sehen gibt von mir designt (außer dem grandiosen Greenpark2-Wordpress-Theme von Cordobo)
  • Das Dienstleisterverzeichnis sollte weiter ausgebaut werden, auch für feste Jobs.

Hier gibt es noch einige Eindrücke auf Flickr.

Vielen Dank an die Organisation und die Sponsoren des Barcamp Stuttgart 2010, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre.

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